Bittermelone - sorgt für mehr Bekömmlichkeit

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Bittermelone – Bittergurke - Momordica Charantia

Die Bittermelone, (Momordica Charantia) haben wir vor vielen Jahren auf unserer ersten Reise durchs Mekong Delta in einem Straßen-Restaurant kennen gelernt. Unserem damaligen Reiseleiter, der selbst 5 Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat, war es eine Freude uns seine Spezialitäten und Vorzüge der lokalen Küche vorzustellen. Lebensmittel haben in Asien noch einen anderen Stellenwert. Viele sind über die Wirkung dieser voll im Bilde. Unter anderem erwähnte er die positive Wirkung dieses Lebensmittels bei Bluthochdruck und Diabetes. Am besten zusammen mit dem rotbraunen Natur-Reis intensiviert sich die Wirkung nochmals.

Von da an stand die Bittermelone jedes Jahr in Vietnam auf unserem Speiseplan, einige Rezepte die wir probiert haben, finden Sie auch in unserem Rezepte-Blog.

Die Bittermelone hat ihren Ursprung aller Wahrscheinlichkeit nach im Regenwaldgebiet des Amazonas. Durch Völkerwanderungen sind viele dieser wertvollen Pflanzen im Himalaya gelandet, wo sie ideale Bedingungen vorfanden. Im Ayurveda in Indien und auch in der Traditionell Chinesischen Medizin in China begann man vor mehreren hundert Jahren mit kultiviertem Anbau in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und verwendet diese auch als Heilpflanze.

Mit der Kolonialisierung begann die Verbreitung dieses Gemüses in allen anderen tropischen Regionen Afrikas, der Karibik und Südamerikas. Mittlerweile wird dieses Kürbisgewächs auch in den Niederlanden unter Glas angebaut. Allerdings findet die Kultivierung in Europa nicht in großem Umfang statt und der Ertrag wird eher von Einwanderern aus den ehemaligen Kolonien verbraucht. Ihren Namen verdankt die Bittermelone tatsächlich ihrem bitteren Geschmack.

Leider haben viele Menschen ein Problem mit bitterem Geschmack, es bedarf ein gewisses Maß an Training.  "Der süße Geschmack wird uns angeboren, der bittere Geschmack muss uns anerzogen werden."

Warum ist bitterer Geschmack so wichtig?

Der Mensch hat ein sehr feines Gespür für bittere Geschmacksnoten und erkennt - dank eines angeborenen Übrlebensmechanismus -bereits kleinste Spuren von Bitterkeit. Bitteres hat aber auch viele Vorteile, es gleicht Süßes aus, es trägt dazu bei, die Schwere eines Gerichtes zu nehmen. Die Bitterstoffe wirken  appetitanregend und verbessern die Bekömmlichkeit. Sie unterstützen die Fettverdauung und machen schlank.

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren Bitterstoffe  noch in viel größeren Mengen in Gemüse und Kräuter enthalten und man nutzt in vielen Esskulturen diese, um den Körper zu entgiften. Da aber viele sie nicht mögen, wurden diese in den Industrieländern immer mehr weggezüchtet. Am meisten darunter leidet unsere Leber, sie gilt als Puffer uns in Stresssituationen unser Gemüt zu beruhigen.

 

Sowohl die Blätter, deren Durchmesser bis zu 17 cm und handförmig gefingert sind, als auch die gelben Blüten dieser Kletterpflanze können verwendet werden. Die Früchte, die als Gemüse meist unreif verarbeitet werden, sind grün und können bis zu 25 cm lang und bis zu 8 cm dick werden. Es gibt aber inzwischen verschiedene Züchtungen. Die Urform ist sehr klein, dunkelgrün und sehr bitter. In den zahlreichen Medical-Pagoden findet man in jedem dieser Gärten Bittermelonen im Anbau.

Für einen Haus-Tee werden die frischen grünen Rank Pflanzen mit kleinsten Früchten auf den Märkten angeboten. Hieraus wird ein Dekokt gekocht und 3 Mal täglich vor den Mahlzeiten zur Vorbeugung oder auch als Behandlung bei Magen-, Darm-, Herz- Kreislauf-problemen eingesetzt. Dafür können die Menschen sich in den lokalen Medical-Pagoden vor Ort kostenfrei von naturheilkundlichen Mönchen untersuchen lassen. Die Traditionell Chinesische Medizin ist in Vietnam auch ähnlich verbreitet wie in China.

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Welche Inhaltsstoffe befinden sich in der Bittermelone (Momordica Charantia)?

Neben der Verwendung als Lebens- und Genussmittel wird die Bittermelone seit langem auch als traditionelle Heilpflanze bei verschiedenen Beschwerden in der Naturheilkunde verwendet. So sagt man ihr bei Verzehr einen förderlichen Effekt bei Verstopfung, Magenbeschwerden, Leberbeschwerden und viralen Infekten nach. Äußerlich angewendet wird ein Presssaft aus den Blättern, zum Beispiel gegen Insektenstiche, Sonnenbrand und kleinere Wunden empfohlen. Auch ihre blutzuckersenkenden Effekte haben das Interesse der Wissenschaft geweckt.

Die Inhaltsstoffe der Bittermelonen gelten grundsätzlich als sehr gesund, da sie für ein Kürbisgewächs ungewöhnlich viel Vitamin C und Eisen enthält. Zudem sind nennenswerte Mengen an Calcium, Carotin, Riboflavin und Vitamin A in der Bittermelone vorhanden. Neben dem hohen Anteil an Proteinen, Mineralstoffen und Kohlenhydraten wurde auch ein niedriger Fettanteil nachgewiesen.

Grundsätzlich hat jedes Land, in dem Bittergurken angebaut werden, eigene Sorten, die hinsichtlich Aussehen und Geschmack variieren können.

Unser Fazit: Lebensmittel können unsere Heilmittel sein!

Verwendung in der Küche

Während dieses Gemüses im europäischen Raum nahezu unbekannt, ist es im asiatischen Raum sehr weit verbreitet. Gegessen wird das bittere Gemüse beispielsweise in Japan, China, Vietnam, Malaysia, Indonesien, Indien, Sri Lanka, auf den Philippinen sowie in der Karibik und Südamerika.

Bittergurken können geschmort, gebraten, gekocht und beliebig gefüllt werden. Mark und Kerne sind im Übrigen ebenfalls sehr gehaltvoll. Aus dem Mekong Delta und den Medical-Pagoden dort, wissen wir von der Verwendung der Früchte auch als Tee. Dafür haben wir uns eine spezielle Kalttrocknungsmaschine zugelegt und trocknen vor Ort die Bittermelonenfrüchte in Scheiben geschnitten und zusammen mit dem Kerngehäuse in Rohkostqualität.

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Dieser getrocknete Bittermelonentee verwendet man sowohl für einen Teeaufguss, als auch für eine Suppeneinlage.  Der Tee schmeckt gar nicht so bitter wie das Gemüse selbst, durch die Verwendung ganzer Früchte gleicht die Süße des Samenmantels den bitteren Geschmack der Frucht sehr gut aus. Kombiniert  mit Hibiskusblüten oder  mit Malvenblüten unterstützt er einmal mehr die Wirkung als auch den feineren  Geschmack.

Sehr Interessant auch die Verwendung als Suppeneinlage, wie unsere Moringa-Gewürzmischung. Moringablätter und Curryblätter wirken ebenfalls sehr fördernd auf den Zellstoffwechsel und stärken unseren Körper enorm und bei herzhaften Gerichten ergibt sich eine besondere Note.

Bei der Zubereitung von Bittermelonen als Gemüse wird zunächst der bittere Geschmack etwas gemildert. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Früchte erst einmal grob zu schälen. Anschließend werden sie aufgeschnitten und das Mark und die Kerne werden entnommen. Das Fruchtfleisch kann nun nach Bedarf in Stücke geschnitten und kräftig gesalzen werden. Nach etwa 20 Minuten haben sie genug Wasser gezogen.

Das Salz wird abgespült und das Fruchtfleisch kann ausgedrückt werden. Anschließend können die Stücke beliebig zum Braten, Schmoren oder Kochen weiter verwendet werden. Alternativ zum Einsalzen kann man das Gemüse auch kurz in Salzwasser eintauchen oder kurz ankochen, damit diese weniger bitter schmecken. Das Tauch- beziehungsweise Kochwasser sollte dann weggeschüttet und nicht weiter zum Kochen verwendet werden.

Füllen kann man die Bittermelone mit verschiedenen Fleischsorten oder auch  die Bittermelone mit  Rührei  zubereiten.  Für Currys, pfannengerührte chinesische Gerichte und sauer eingelegt kann das Gemüse ebenfalls genutzt werden.

In Vietnam wird die Bittermelone auf ganz unterschiedliche Weise zubereitet. Man brät das Fruchtfleisch beispielsweise mit verschiedenen Gewürzen sowie Chilis an und reicht diese im gebratenem Basmatireis. 

Auch Kokosmilch kann für die Zubereitung der bitter schmeckenden Bittermelone verwendet werden. Auch werden Bittermelonen fein geschnitten und roh in Salate oder auch vegan mit Tofu serviert. Als besondere Delikatesse gilt eine Kombination aus Bittermelone, Garnelen und gebratenen Kokosraspeln.

Aus dem Mekong Delta kennen wir die Bittermelone gefüllt mit einer speziellen Fischpaste. In einigen Regionen werden die ausgereiften Samen sogar als Gewürz verwendet.

Auf dem deutschen Markt werden Bittermelonen nur in sehr geringer Anzahl, meist nur in gut sortierten Asia-Supermärkten angeboten. Wenn das Gemüse importiert wird, dann stammt es zumeist aus Indien, Thailand oder Kenia. Auf den asiatischen Märkten ist das Gemüse hingegen fast überall zu finden. Das Gemüse kann nicht allzu lange gelagert und aufbewahrt werden. Unter optimalen Bedingungen sind die Früchte etwa 20 bis 30 Tage haltbar.

Übrigens, wer ein Gewächshaus besitzt und experimentierfreudig ist, kann die Bittermelone genauso wie Gurken und Tomaten auch bei uns unter Glas oder Folie anbauen.

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