Gedeckter Apfelmuskuchen – ein einfaches Rezept wie früher
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Gedeckter Apfelmuskuchen – ein einfaches Rezept wie früher
Manchmal sind es die einfachen Kuchen, die man immer wieder backt.
Nachdem wir Euch gezeigt haben, wie wir unser Apfelmus aus Klaräpfeln selbst herstellen und einkochen, möchten wir heute noch eine unserer liebsten Möglichkeiten zeigen, ein Glas davon zu verwenden:
einen gedeckten Apfelmuskuchen aus Mürbeteig.
Kein komplizierter Kuchen, keine aufwendige Füllung – sondern ein Rezept aus wenigen guten Zutaten. Zwischen zwei Schichten mürbem Teig steckt eine großzügige Portion Apfelmus, gewürzt mit Ceylon-Zimt.
Und beim Teig könnt Ihr selbst entscheiden, welches Aroma Ihr besonders mögt: etwas Tonkabohne, geriebene Bittermandel oder ganz klassisch frischer Zitronenabrieb.
Zutaten für eine Springform
Für den Mürbeteig
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 250 g Butter
- 2 Eier
- 2 Prisen Steinsalz
- 150 g selbstgemachter Vanillezucker, möglichst mit unraffiniertem Zucker
-
wahlweise:
- ca. ¼ Tonkabohne, fein gerieben
- oder 3 Bittermandeln, fein gerieben
- oder Abrieb einer Bio-Zitrone
Für die Füllung
- 1 Glas Apfelmus, ca. 750 ml
-
1 TL Ceylon-Zimt in Alba-Qualität, frisch gemahlen
Für den Guss
- 50–100 g Puderzucker, etwas Apfelsaft
Mürbeteig wie früher zubereiten
Das Mehl auf ein großes Backbrett oder die Arbeitsfläche sieben und in der Mitte eine Vertiefung formen.
Die Eier in die Vertiefung geben. Butter in kleinen Flocken auf dem Mehlrand verteilen. Steinsalz, Vanillezucker und das gewünschte Aroma dazugeben.
Nun zunächst mit einem großen Messer die Zutaten miteinander verhacken.
Erst danach alles zügig mit den Händen zu einem Mürbeteig verarbeiten. Dabei nicht länger kneten als nötig – so bleibt der Teig später schön mürbe.
Den fertigen Teig abdecken und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Kuchen füllen und decken
Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Etwa zwei Drittel des Mürbeteiges für den Boden verwenden. Den Teig ausrollen und ungefähr 8–10 mm stark in die Springform geben.
Das Apfelmus gleichmäßig auf dem Mürbeteig verteilen und mit frisch gemahlenem Ceylon-Zimt in Alba-Qualität bestreuen. Die besonders feinen, dünn gerollten Zimtstangen besitzen ein vielschichtiges Aroma, das neben dem typischen Zimtaroma auch an Frucht, Vanille und Kakao erinnert. Gerade zu Apfel braucht es deshalb gar nicht viel davon.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten für die Decke: Das restliche Drittel des Mürbeteiges ausrollen und als geschlossene Teigplatte über das Apfelmus legen. Oder Ihr schneidet den ausgerollten Teig in Streifen und legt daraus ein klassisches Gitter über den Kuchen.
Backen
Den Apfelmuskuchen im vorgeheizten Backofen bei 180 °C etwa 40–50 Minuten backen, bis der Mürbeteig eine schöne goldene Farbe angenommen hat. Anschließend aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.
Ein ganz einfacher Apfelguss
Puderzucker mit nur so viel Apfelsaft verrühren, dass ein dickflüssiger Guss entsteht.
Diesen dünn über die noch leicht warme oder abgekühlte Teigdecke streichen und anschließend fest werden lassen. Und dann braucht es eigentlich nur noch eines:
Kaffee oder Tee aufbrühen und ein Stück abschneiden.
Wenn die Enkelkinder kommen, wird aus der Springform ein Backblech. 😉
Diese Woche hatten wir das Haus voll – und da hätten wir mit einer Springform gar nicht erst anfangen brauchen. Also wurde das Rezept kurzerhand vergrößert und ein ganzes Blech Apfelmuskuchen gebacken. Viel übrig geblieben ist trotzdem nicht.
Tonkabohne, Bittermandel oder Zitrone?
Gerade bei einem so einfachen Kuchen können kleine Veränderungen erstaunlich viel ausmachen.
Tonkabohne bringt warme, vanilleartige und leicht mandelige Aromen mit.
Bittermandel gibt dem Mürbeteig den vertrauten kräftigen Mandelton.
Zitronenabrieb macht den Kuchen dagegen etwas frischer und lässt dem Apfel mehr Raum.
Wir würden nicht alles miteinander kombinieren, sondern uns jeweils für eine dieser drei Varianten entscheiden. So kann selbst aus demselben Glas Apfelmus jedes Mal ein etwas anderer Kuchen entstehen.
Vom Klarapfel zum Kuchen
Genau deshalb mögen wir solche Rezepte. Aus den Klaräpfeln wird zunächst Apfelmus. Ein Teil kommt für später ins Glas – und aus einem dieser Gläser entsteht irgendwann dieser einfache gedeckte Apfelmuskuchen.
Keine außergewöhnlichen Zutaten und keine komplizierte Backtechnik.
Unser Gewürztipp:
Bei Apfelkuchen lohnt es sich, Ceylon-Zimt frisch zu mahlen. Wir verwenden Alba-Qualität mit ihren besonders feinen Zimtrollen. So bekommt das Apfelmus eine warme, komplexe Würze, ohne dass der Zimt den Apfelgeschmack überdeckt.
Einfach ein Stück Alltagsküche, das es wert ist, weitergegeben zu werden.