Topinambur dreimal anders – vom Garten auf den Teller
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Vom Garten auf den Teller – Topinambur dreimal anders genießen
Drei herbstliche Wohlfühlgerichte mit Topinambur, Karotten und grünen Erbsen aus unserer eigenen Ernte
Eine besondere Ernte aus unserem Masawi-Garten
Wenn im Herbst die Gartensaison langsam zu Ende geht, freuen wir uns über die letzten Schätze, die uns die Natur noch schenkt.
In diesem Jahr haben wir wieder wunderschöne, rosafarbene Topinamburknollen und aromatische Karotten geerntet. Dazu kommen unsere grünen Erbsen, die wir bereits im Sommer geerntet und für die kalte Jahreszeit eingefroren haben.
Für uns ist das ein schönes Beispiel dafür, wie viel Freude saisonale Selbstversorgung bereiten kann. Was im Garten wächst, landet bei uns möglichst frisch auf dem Teller oder wird für die kommenden Monate haltbar gemacht.
Diesmal wollten wir genauer herausfinden, wie vielseitig sich Topinambur in unserer Alltagsküche verwenden lässt.
Also haben wir gleich drei verschiedene Gerichte ausprobiert: ein würziges Gemüsecurry, einen herzhaften Ofenauflauf und eine cremige Gemüsesuppe.
Und was sollen wir sagen? Alle drei Varianten haben uns begeistert!
Topinambur – eine fast vergessene Knolle neu entdeckt
Topinambur (Helianthus tuberosus) gehört zur Familie der Korbblütler und ist mit der Sonnenblume verwandt.
Die Pflanze bildet unterirdische Knollen, die je nach Sorte unterschiedlich gefärbt sein können. Unsere Topinamburknollen besitzen eine wunderschöne rosafarbene Schale.
Geschmacklich erinnert Topinambur ein wenig an Artischocken und besitzt eine angenehm nussige, leicht süßliche Note.
Anders als Kartoffeln enthält Topinambur vergleichsweise wenig Stärke, dafür aber den Ballaststoff Inulin.
Inulin wird im Dünndarm nicht wie gewöhnliche Stärke verdaut, sondern gelangt in den Dickdarm, wo es von Darmbakterien fermentiert werden kann.
Gerade wer Topinambur noch nicht kennt, sollte deshalb zunächst kleinere Portionen probieren. Größere Mengen können bei empfindlichen Menschen Blähungen verursachen.
Unser Küchentipp: Topinambur schälen oder nicht?
Bei unserem ersten Gericht, dem Gemüseauflauf, haben wir die Knollen gründlich gebürstet und mit Schale verwendet.
Für das Curry und die Suppe haben wir den Topinambur dagegen geschält.
Unser persönliches Fazit: Uns gefällt die geschälte Variante besser. Der Geschmack wirkt für uns etwas feiner und die Konsistenz angenehmer.
Die dünne Schale ist grundsätzlich essbar. Ob Ihr sie entfernt, bleibt also Geschmackssache.
Rezept 1: Topinambur-Karotten-Gemüsecurry mit Erbsen
Ein aromatisches Pfannengericht mit Masawi Duftcurry, Ingwer und Kokosmilch
Dieses Curry verbindet die nussige Süße des Topinamburs mit Karotten, Zucchini. Paprika und grünen Erbsen.
Frischer Ingwer, Knoblauch, Chili und unser Masawi Duftcurry sorgen für eine angenehm würzige Note. Die Kokosmilch verbindet die Aromen zu einer cremigen Soße.
Dazu passt unser duftender ST25-Jasminreis.
Zutaten für 2–3 Personen
200 g Topinambur
200 g Karotten
200 g Zucchini
100 g rote Paprikaschote
150 g tiefgekühlte grüne Erbsen
½ Gemüsezwiebel
4 Knoblauchzehen
15 g frischer Ingwer
1–2 TL Masawi Duftcurry
200 ml Kokosmilch
1 EL selbst gemachte Gemüsebrühpaste
200 ml heißes Wasser
1 TL Sojasoße
Optional: 1 TL Phu-Quoc-Fischsoße
1 EL Ghee oder Alba-Rapsöl
Etwas frische Chili nach Geschmack
Saft einer halben Limette
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Frische Petersilie oder Koriandergrün
ST25-Jasminreis als Beilage
Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten
Topinambur gründlich waschen, schälen und zusammen mit den Karotten, Paprika in mundgerechte Würfel schneiden. Die Zucchini ebenfalls würfeln.
Gemüsezwiebel und Chili klein schneiden. Knoblauch und Ingwer fein hacken oder reiben.
2. Gewürze anrösten
Ghee oder Alba-Rapsöl in einer tiefen Pfanne erhitzen.
Knoblauch, Ingwer und Masawi Duftcurry bei mittlerer Hitze kurz anrösten, bis sich die aromatischen Düfte entfalten. Dabei darauf achten, dass die Gewürze nicht verbrennen.
3. Gemüse anbraten
Topinambur, Karotten, Zucchini und Gemüsezwiebel hinzufügen und etwa fünf Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten.
4. Mit heißem Wasser ablöschen
Die Gemüsebrühpaste einrühren und mit etwa 200 ml heißem Wasser ablöschen.
Sojasoße und nach Wunsch etwas Fischsoße hinzufügen, ergibt eine herzhaftere Note.
Das Gemüse etwa zehn Minuten bei mittlerer Hitze sanft garen.
5. Kokosmilch und Erbsen hinzufügen
200 ml Kokosmilch unterrühren und weitere fünf Minuten sanft köcheln lassen.
Die tiefgekühlten Erbsen in diesen letzten fünf Minuten ebenfalls hinzufügen, damit sie ihre schöne grüne Farbe behalten.
6. Abschmecken und servieren
Mit Limettensaft, Chili, Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit frischer Petersilie oder Koriandergrün bestreuen und zusammen mit duftendem ST25-Jasminreis servieren.
Unser Masawi-Küchentipp
Wir verwenden zum Ablöschen bewusst heißes Wasser. Dadurch kühlt die Pfanne weniger stark ab und das Gemüse kann gleichmäßig weitergaren.
Die Kokosmilch geben wir erst später hinzu, damit sich eine schöne cremige Soße entwickelt und die Gewürzaromen gut zur Geltung kommen.
Rezept 2: Rustikaler Topinambur-Gemüse-Auflauf mit Fleischwurst und Bergkäse
Herzhafte Ofenküche mit Masawi Herbes de Kampot
Unser erstes Topinambur-Gericht war dieser wunderbar herzhafte Gemüseauflauf.
Die Kombination aus Topinambur, Karotten, grünen Erbsen und würziger Fleischwurst wird mit einer Eier-Milch-Mischung übergossen und mit kräftigem Bergkäse überbacken.
Unsere Herbes de Kampot verleihen dem Gericht eine aromatische Kräuternote.
Zutaten für 2–3 Personen
200 g Topinambur
200 g Karotten
120 g tiefgekühlte grüne Erbsen
200 g Jagdwurst oder Fleischwurst
4 Eier
60 ml Milch
100 g geriebener Bergkäse
1–1½ TL Masawi Herbes de Kampot
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 EL Alba-Rapsöl
1 TL Sojasoße
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
1. Fleischwurst anbraten
Die Fleischwurst in mundgerechte Würfel schneiden.
Alba-Rapsöl in einer großen, ofenfesten Pfanne erhitzen und die Fleischwurst darin anbraten, bis sie eine leichte Röstfarbe angenommen hat.
2. Gemüse hinzufügen
Topinambur gründlich waschen und nach Wunsch schälen. Zusammen mit den Karotten in kleine Würfel schneiden.
Beides zur Fleischwurst geben und etwa 7–10 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten.
Die tiefgekühlten Erbsen hinzufügen und kurz mitdünsten.
3. Eiermasse vorbereiten
Die Eier mit Milch, Masawi Herbes de Kampot, frisch geriebener Muskatnuss, Sojasoße, Salz und Pfeffer verquirlen.
4. Auflauf fertigstellen
Die Eiermasse gleichmäßig über das Gemüse gießen und mit dem geriebenen Bergkäse bestreuen.
5. Im Ofen backen
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 20–25 Minuten backen, bis die Eiermasse vollständig gestockt und der Käse goldbraun ist.
Vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.
Unsere Erfahrung aus der Masawi-Küche
Bei diesem ersten Kochversuch haben wir den Topinambur mit Schale verwendet.
Nach dem Backen war er noch leicht bissfest, was wir keineswegs als unangenehm empfanden. Im Gegenteil: Sein nussiges, leicht süßliches Aroma harmonierte wunderbar mit der herzhaften Fleischwurst, den Erbsen und dem kräftigen Bergkäse.
Besonders überrascht hat uns, wie sättigend dieser Auflauf war. Die ursprüngliche Menge reichte uns für mehr als zwei Mahlzeiten zu zweit.
Deshalb haben wir die Zutaten für dieses Rezept reduziert.
Ein kleiner grüner Salat passt wunderbar dazu.
Rezept 3: Cremige Topinambur-Möhren-Suppe mit Erbsen, Bacon und frischem Salbei
Eine aromatische Gemüsesuppe mit langem Pfeffer, Piment und rotem Ha-Tien-Pfeffer
Topinambur eignet sich wunderbar für cremige Suppen.
Zusammen mit Karotten und einer kleinen Kartoffel entsteht eine samtige Konsistenz, die durch unsere ausgewählten Gewürze eine besondere Tiefe erhält.
Das geschmackliche Highlight dieser Suppe war für uns allerdings eine spontane Entdeckung beim Kochen: frische Salbeiblätter, die wir gemeinsam mit Baconwürfeln angeröstet haben.
Zutaten für 2–3 Personen
200 g Topinambur
200 g Karotten
1 kleine Kartoffel (ca. 100 g)
100 g tiefgekühlte grüne Erbsen
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
600 ml heiße Gemüsebrühe
1 EL Butter
50 ml Sahne
1 kleine Prise gemahlener Piment
Etwas frisch gemahlener langer Pfeffer
Wenig roter Ha-Tien-Pfeffer
Frisch geriebene Muskatnuss
Etwas Zitronensaft
Salz
6–8 frische Salbeiblätter
Baconwürfel als Topping, Menge nach Geschmack
Optional: etwas frisches Karottengrün oder fermentierter grüner Pfeffer
Zubereitung
1. Gemüse vorbereiten
Topinambur gründlich waschen und schälen.
Karotten und Kartoffel ebenfalls schälen und zusammen mit dem Topinambur in kleine Würfel schneiden.
Schalotte und Knoblauch fein hacken.
2. Gemüse und Gewürze andünsten
Butter in einem Topf erhitzen und Schalotte sowie Knoblauch darin glasig anschwitzen.
Piment, langen Pfeffer, roten Ha-Tien-Pfeffer und etwas Muskatnuss hinzufügen und kurz mitdünsten.
Topinambur, Karotten und Kartoffel zugeben und einige Minuten unter Rühren anschwitzen.
3. Mit heißer Gemüsebrühe aufgießen
Die heiße Gemüsebrühe hinzufügen, bis das Gemüse gut bedeckt ist.
Etwa 15–20 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Gemüsewürfel weich sind.
4. Suppe cremig pürieren
Die Suppe mit einem Pürierstab fein mixen.
Sahne unterrühren und mit etwas Zitronensaft und Salz abschmecken.
5. Erbsen zubereiten
Die tiefgekühlten Erbsen separat in wenig Wasser garen.
Sie kommen erst beim Servieren in die Suppe, damit ihre frische grüne Farbe erhalten bleibt.
6. Bacon und Salbei anrösten
Baconwürfel in einer Pfanne anbraten.
Die frischen Salbeiblätter hinzufügen und kurz mitrösten, bis sie ihr Aroma entfalten und leicht knusprig werden. Darauf achten, dass der Salbei nicht verbrennt.
7. Anrichten
Die cremige Suppe in vorgewärmte Schalen füllen.
Die grünen Erbsen darauf verteilen und mit den gerösteten Baconwürfeln und Salbeiblättern garnieren.
Nach Wunsch etwas frisches, fein gehacktes Karottengrün oder wenige Körner fermentierten grünen Pfeffer hinzufügen.
Unser besonderer Masawi-Küchentipp
Beim Anrösten der Baconwürfel haben wir einige frische Salbeiblätter hinzugegeben – und waren vom Ergebnis begeistert.
Die leicht herbe, charakteristische Note des Salbeis bildet einen wunderbaren Kontrast zur nussigen Süße des Topinamburs und der Karotten.
Zusammen mit dem herzhaften Bacon entsteht ein überraschend harmonisches Geschmackserlebnis.
Manchmal sind es gerade die spontanen Ideen beim Kochen, die ein Gericht besonders machen.
Drei Gerichte – drei unterschiedliche Geschmackserlebnisse
Was uns bei diesem kleinen Küchenprojekt besonders begeistert hat, ist die Vielseitigkeit des Topinamburs.
Im Curry verbindet er sich mit den warmen Aromen unseres Duftcurrys, frischem Ingwer und cremiger Kokosmilch.
Im Gemüseauflauf bleibt er angenehm bissfest und harmoniert mit Fleischwurst, Bergkäse und aromatischen Kräutern.
In der Suppe entfaltet er seine cremige Seite und bekommt durch die Kombination aus langem Pfeffer, Ha-Tien-Pfeffer, Bacon und frischem Salbei einen ganz eigenen Charakter.
Alle drei Gerichte haben uns geschmacklich überzeugt und gezeigt, dass Topinambur viel mehr kann, als nur eine gelegentliche Beilage zu sein.
Vom eigenen Garten in unsere Alltagsküche
Für uns bedeutet Selbstversorgung nicht, dass wir alles selbst anbauen müssen.
Vielmehr geht es darum, die natürlichen Jahreszeiten wieder bewusster wahrzunehmen, die eigene Ernte wertzuschätzen und aus guten Zutaten abwechslungsreiche Mahlzeiten zuzubereiten.
Unsere Topinamburknollen und Karotten stammen frisch aus dem Garten, die grünen Erbsen haben wir bereits im Sommer für den Winter eingefroren.
Mit unseren Masawi-Gewürzen entstehen daraus drei ganz unterschiedliche Gerichte, die zeigen, w