Beef Rendang – Das aromatische Rindfleischgericht aus Sumatra
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Masawi Rezept · Reiseinspiration
Das Besondere an der Padang-Küche ist das langsame Einkochen von Fleisch oder Fisch in großen Mengen frischer und trockener Gewürze – so werden die Speisen traditionell haltbar gemacht. Kühlschränke oder Speisekarten sind in vielen Regionen nicht selbstverständlich: In den Restaurants werden oft 8 bis 16 Gerichte in kleinen Schalen serviert – und bezahlt wird nur, wovon man tatsächlich gegessen hat. Beef Rendang ist eines der berühmtesten Gerichte Indonesiens und ein kulinarisches Highlight aus West-Sumatra: zart geschmortes Rindfleisch, umhüllt von einer tief aromatischen Kokosmilch-Gewürzsauce. Während unserer Reise auf Sumatra durfte ich dieses Gericht in einer traditionellen Küche selbst zubereiten – ein unvergessliches Erlebnis, das ich gern mit dir teile.
Auf einen Blick
- Portionen: 4
- Zeit: ca. 30 Min. Vorbereitung + 2–3 Std. Schmoren
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Küche/Style: West-Sumatra (Padang-Küche) · würzig · langsam geschmort
Zutaten
Für das Beef Rendang
- 800 g Rindfleisch (Schulter oder Wade), in Würfel geschnitten
- 400 ml frische Kokosmilch (idealerweise selbst hergestellt)
- 3 Schalotten
- 4 Knoblauchzehen
- 3 rote Chilischoten (nach Schärfewunsch)
- 2 cm frischer Ingwer
- 2 cm frischer Galgant
- 2 Stängel Zitronengras (nur der weiße Teil), leicht angedrückt
- 5 Kaffir-Limettenblätter oder ca. 10 g Curryblätter
- 2 getrocknete Chilischoten (optional, für mehr Tiefe)
- 1 TL Kurkumapulver
- 1 TL Koriandersamen, gemahlen
- 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
- 1 Zimtstange
- 2 Sternanis
- 2 EL Palmzucker (oder brauner Zucker)
- 2 EL Tamarindenpaste (alternativ Limettensaft)
- Salz nach Geschmack
- 3 EL Pflanzenöl
Masawi-Würze
- Kurkumascheiben (Südvietnam) – für warme, sonnige Farbe und Tiefe
- Koriandersamen (Sri Lanka) – Citrus-würziger Grundton
- Kreuzkümmel (Sri Lanka) – erdiges, aromatisches Fundament
- Zimt & Sternanis – für warme, komplexe Noten (optional)
- Salz – zum finalen Ausbalancieren
Zubereitung
- Frische Kokosmilch herstellen (optional):
Kokosfleisch raspeln, mit etwas warmem Wasser pürieren und durch ein feines Tuch ausdrücken. Diese frische Kokosmilch macht Beef-Rendang besonders cremig und aromatisch. - Gewürzpaste herstellen:
Schalotten, Knoblauch, frische Chilischoten, Ingwer, Galgant und Zitronengras im Mixer oder Mörser zu einer feinen Paste verarbeiten. - Aromen anbraten:
Öl in einem großen Topf erhitzen. Gewürzpaste zusammen mit Zimtstange, Sternanis und Kaffir-Limettenblättern anbraten, bis es intensiv duftet und leicht karamellisiert. - Fleisch anbraten:
Rindfleischwürfel zugeben und rundherum anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. - Würzen & Kokosmilch:
Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel einrühren. Palmzucker und Tamarindenpaste hinzufügen, dann die Kokosmilch angießen und alles gut vermengen. - Langsam schmoren:
Hitze reduzieren und Rendang 2–3 Stunden bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und darauf achten, dass nichts anbrennt. - Abschmecken:
Mit Salz abschmecken und je nach Geschmack etwas Tamarindenpaste oder Zucker nachjustieren.
Beilage: Frittiertes Kartoffelpüree – Sumatras Antwort auf Kroketten
Als perfekte Ergänzung zum Beef Rendang passt ein frittiertes Kartoffelpüree – außen knusprig, innen cremig.
- 750 g Kartoffeln kochen, zerstampfen und mit 2 Eiern, Salz und Muskat würzen.
- Masse abkühlen lassen, dann teelöffelgroße Rollen formen und in Paniermehl wenden.
- In heißem Öl goldbraun frittieren.
Masawi-Tipp: Das Erlebnis der frischen Kokosmilch
Das Herstellen der Kokosmilch aus frischer Kokosnuss war für mich ein besonderes Erlebnis – das Aroma und die cremige Konsistenz geben dem Rendang eine Tiefe, die man mit fertiger Kokosmilch kaum erreicht. Aber hochwertige Kokosmilch Creme kann man bei uns auch in gut sortierten Asia-Supermärkten in Tetra-Packungen erwerben. (In Thailand hat man uns empfohlen: Kokosmilch möglichst im Tetra-Pack zu kaufen!)
Passende Gewürze: Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel
Varianten & Hinweise
- Schärfe: Mit zusätzlichen Chilis nach Belieben anpassen.
- Meal Prep: Gewürzpaste am Vortag vorbereiten.
- Restwärme: Rendang schmeckt meist am nächsten Tag noch intensiver.
Ein Stück Sumatra auf dem Teller
Beef Rendang verlangt Zeit und Geduld, belohnt aber mit einem unvergleichlich intensiven Geschmack – viel Freude beim Nachkochen und Genießen!
Zu den passenden Masawi-Gewürzen
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